Bildhauerin Pia Eisenhut

SawDust

Holz ist wohl eines der einflussreichsten Materialien für die Menschheit —  Schnitzen ein traditionsbesetztes Handwerk, welches bis zurück in die Steinzeit geht. Ein jeder Bub, und ein jedes Madl hat schon einmal geschnitzt, sei es im Wald mit dem Schweizer Taschenmesser, oder in der Schule im Werkunterricht. 

Besonders interessant ist die Lebendigkeit des Werkstoffs Holz und die Tatsache, dass beim schnitzten durch Reduktion, also Wegnehmen ohne wieder hinzufügen zu können, das Werkstück verformt wird, der Schnitzer Energie, Kreativität, Scheiß und (Herz)Blut in das Stück gibt und danach ein unersetzliches Unikat herauskommt.

Genauso lebendig (und Quirlig) wie der Werkstoff ist Pia Eisenhut, angehende Lehrerin und ausgebildete Holzbildhauerin. Mit einem Lächeln auf den Lippen transformiert sie Äste und Baumstämme in Kunstwerke. Bildhauerei ist Ihre große Leidenschaft, für Sie gibt es fast nichts schöneres als mit der Kettensäge vor einem Baumstamm zu stehen und von oben bis unten mit Holzspänen bedeckt das nächste Kunstwerk zu verwirklichen. Ihr wissen und Talent gibt sie im Werkunterricht an ihre Schüler weiter.

Im Zentrum des freien Projekts »Arbeitstitel« steht Pia, ihr Charakter und ihre Persönlichkeit, sowie ihre Werkstücke, welche diesen widerspiegeln und Pia’s Selbstverwirklichung dienen.  Die Arbeit befasst sich auch mit den Grundthemen Der Geburt: eines Unikats, aus dem Schluss – für einem Baum. Es geht um das zauberhafte Transformieren, der Veränderung, herbeigeführt durch die Magierin Pia, das hineinstecken von Energie und Kreativität, wegnehmen von Holz, mit dem Ziel der Schaffung. Dabei soll Pia’s Charakter und Lebensfreude den Betrachter anstecken, das Projekt soll dem Betrachter Lust aufs bildhauern und schnitzten machen, dass er am liebsten sofort die Kettensäge, den Meißel, oder das Taschenmesser herausholt und sich selbst kreativ verwirklichen möchte. Das Projekt soll auch mit Stereotypen des Holzbildhauers oder Schnitzer-Hobbys brechen.